Geschichte

1970

Die Löhne steigen langsamer als die Gewinne der Firmen

1990

Privatisierung von öffentlichen Dienstleistungen

2024

Firmen erhalten weitreichende Autonomie in Innovationszonen

2030

Erster Mensch auf dem Mond seit der Jahrtausendwende

2036

Erster Mensch im Marsorbit

2041

Das Globale Umverteilungsgesetz ermöglicht das Beenden von Hunger in der Welt

2043

Menschen etablieren eine permanente Präsenz auf dem Mars

2045

Jeder registrierte Mensch hat genug zu essen. Die Zahl der nicht-registrierten ist jedoch unbekannt.

2062

Immer mehr Menschen machen Urlaub im All oder auf dem Mond und dem Mars, da es in den tropischen Gebieten aufgrund der hohen Temperaturen im Sommer tagsüber ausgangssperren gibt.

2065

Mehrere aufeinanderfolende globale hitzeperioden führen zu weitreichenden Wasserrationierungen. Der Fokus der Industrie liegt jetzt auf Wasser und Nahrungsproduktion. Hochtechnologie verliert an bedeutung. Eine Firma hält jedoch weiter an Hochtechnologie fest: Nastlár. Sie wurden berühmt(und reich) durch die Privatisierung der europäischen Wasserproduktion in 2035.

2069

Deutschland wird Exportweltmeister für Ananas, Oliven und Datteln, die hier seit ein paar Jahren gedeihen können und für die es in ihren Heimatregionen zu warm und trocken geworden ist.

2078

Die einzigen verbleibenden Wissenschaftler auf der Erde arbeiten für Nastlár.

2094

Viele Menschen emigrieren aus den Aquatorialregionen, da sie nur noch wenige Monate im Jahr bewohnbar sind.

2096

Ein schwerer Zyklon zerstört etwa 30% der Nahrungsproduktion von Europa. Zum ersten mal seit mehr als einhundert Jahren leiden die Menschen wieder hunger.

2097

Nastlár stellt einen Prototypen des Alcubierre-Antriebs vor. Damit soll es möglich sein viel schneller, weiter und günstiger im All zu reisen. Mittlerweile ist Nastlár die einzige Firma, die sich noch mit Themen beschäftigt, die keine Nahrungsproduktion oder Trinkwasserwiederaufbereitung betreffen.

2098

Alle Küstenstädte mussten aufgrund des steigenden Meerespiegels aufgegeben werden. Konventionelle Städte haben Probleme mit den Stürmen und Hitzeperioden umzugehen. Die autarken Innovationszentren nehmen immer mehr Menschen auf, die das alte Leben in den Städten hinter sich lassen.

2099

Der erste bemannte Testflug mit einem Alcubierre-Antrieb schlägt fehl. Die Trümmer gehen über Nordamerika nieder und verseuchen weite Landstriche. Unglücklicherweise kollidierte das Schiff im Orbit mit einem alten Satelliten. Die Hoffnung in die neue Technologie ist ungebrochen.

2100

Jeder dritte Mensch lernt nicht mehr richtig lesen und schreiben. Die meisten müssen im Alter von zehn Jahren auf den Farmen arbeiten gehen, damit genug Nahrung produziert werden kann.

2105

Es wird deutlich, dass die Kolonien immer mehr Rohstoffe verbrauchen. Es gelang nicht auf dem Mars eine Nahrungsproduktion aufzubauen, die effizient genug ist, um eine Selbstversorgung sicherzustellen. Die Versorgung der Kolonien aufgrund der alternden Flotte an Raumschiffen gestaltet sich als schwierig. Die Schiffe werden schon weit über ihre zu erwartende Lebenszeit betrieben und die Produktion des Treibstoffes wurde immer weiter zurückgefahren, um mehr Nahrung zu produzieren. Der Alcubierre-Antrieb ist noch nicht einsatzbereit. Daher wird beschlossen, die Marskolonie aufzugeben. Der Traum von der Zukunft der Menscheit in den Sternen scheint ausgeträumt.

2109

Nastlár testet eine weitere Iteration des Alcubierre Antriebs im Erdorbit. Eine erste Zündung ist Erfolglos. Der Pilot versucht es erneut und überlastet damit den Reaktor. Der Entstehende EMP breitet sich über die Erde aus und zerstört jedes nicht abgeschaltete elektronische Gerät. Das Internet hört auf zu existieren. Flugzeuge stürzen ab. Die Raumflotte wird zerstört. Die Kolonien auf dem Mond sind von der Erde abgeschnitten und auf sich allein gestellt. Die verbleibenden Siedler auf dem Mars, die noch nicht evakuert wurden haben keine Möglichkeit für eine Rückkehr zur Erde. Das Wissen der Generationen, inzwischen hauptsächlich digital gespeichert, geht auf einen Schlag nahezu komplett verloren.

2140

Fast niemand mehr lebt und arbeitet außerhalb der Innovationszentren. Die wenigen Menschen die noch etwas von Technoligie verstehen bemühen sich ihr Wissen weiterzugeben. Die alten Städte sind Ruinen, die ab und an von Glücksrittern nach brauchbarem durchsucht werden.

2153

Die Innos, früher auch als Innovationszentren bekannt, sind die einzigen Orte die den früheren Städten gleichen. Die Menschen leben dort, wo sie auch arbeiten, meistens, um Nahrung zu prodizieren. Vom glanz der Alten Tage ist nur in den obersten Ebenen der Innos etwas übrig. Die Nahrungsproduktion ist so weit es nur geht optimiert. Für die Massen wird nur veganes Essen produziert. Fleisch ist Mangelware, außer man hat die Mittel es sich leisten zu können oder Glück bei der gefährlichen Jagdt außerhalb der Innos.